Die 'GERA' kurz vor der Einfahrt ins BREDO-Dock

Historisches Museum Bremerhaven lässt sein Museumsschiff routinemäßig überholen

Nicht nur der salzhaltige Küstenwind, sondern auch das Brackwasser des Hafens setzt den Bremerhavener Veteranen der Schifffahrt im Laufe der Jahre stark zu. Regelmäßige Dockaufenthalte zur Durchführung konservierender Arbeiten sind daher unvermeidlich. Für das Fischereimotorschiff „GERA“ findet zurzeit der dritte Dockbesuch in seiner 21-jährigen Karriere als Bremerhavener Museumsschiff statt.

Im Jahr 1990 übernahm die Stadt Bremerhaven für das Historische Museum den letzten deutschen Seitentrawler und öffnet ihn seit 1993 für Besucher/innen als schwimmendes Hochseefischerei-Museum im “Schaufenster Fischereihafen”. “Die „GERA“ ist das einzige Museumsschiff im Besitz der Stadt Bremerhaven”, erläutert Museumsdirektor Dr. Alfred Kube, “angesichts knapper öffentlicher Kassen muss der Einsatz finanzieller Mittel besonders sorgsam geplant werden. Und ohne die freundliche Mithilfe unserer Kooperationspartner wäre die „GERA“ trotz ihres Alters nicht in so hervorragender Verfassung”.

Seit Jahren kümmert sich ein “Freundeskreis FMS GERA” aus ehemaligen Hochseefischern und Schiffsingenieuren um die Erhaltung des letzten europäischen Seitentrawlers der Großen Hochseefischerei. “Die “GERA” ist nicht nur ein einzigartiges maritimes Denkmal, sondern auch ein wichtiges Relikt der deutschen Hochseefischereigeschichte, die eng mit Bremerhaven verbunden ist”, begründet Michael Schultz-Brummer sein Engagement, der als Kapitän zusammen mit Werner Schulze die Überführung der „GERA“ ins BREDO-Dock leitete.

Historisches Museum Bremerhaven und Freundeskreis FMS „GERA“ haben darüber hinaus in der Fischereihafen-Betriebsgesellschaft (FBG) einen starken Partner, der stets ein offenes Ohr für die technischen Belange des Schiffs-Oldtimers hat und sich auch an den Betriebskosten beteiligt. Daher werden im BREDO-Dock nur dringend notwendige Arbeiten ausgeführt. Finanziert wird der Dockaufenthalt aus einem Rücklagenkonto, in das die FBG und das Historische Museum Bremerhaven jedes Jahr Mittel einzahlen. “Wir lassen das Unterwasserschiff strahlen und mit einem neuen Farbaufbau versehen. Hinzu kommen einige Stahlarbeiten, die auf Grund von Emissionsschutzmaßnahmen nicht am Liegeplatz durchgeführt werden können”, resümiert Kube die Arbeiten. “Danach können wir beruhigt den nächsten Betriebsjahren entgegen sehen”.

Für die Medien:
Im Anhang finden Sie ein Foto von der „GERA“ kurz vor der Einfahrt ins BREDO-Dock.

Stand: 09.12.2011