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09Jul 2019

HMB aktuell 32/19

Historisches Museum Bremerhaven legt neues Buch über das Museumsschiff „GERA“ vor

Das Bremerhavener Museumsschiff FMS „GERA“ ist der letzte noch erhaltene deutsche Seitentrawler der Großen Hochseefischerei und einziges schwimmendes Hochseefischerei-Museum. Im „Schaufenster Fischereihafen“ vermittelt das komplett ausgestattete Fischereimotorschiff (FMS) ein authentisches Bild von der harten Arbeit in der Hochseefischerei. Nach einer aufwändigen Sanierung des Museumsschiffs hat nun das Historische Museum Bremerhaven eine umfassende Dokumentation über die Geschichte und die jüngsten Instandhaltungsmaßnahmen des Seitentrawlers vorgelegt.

In zwei einleitenden Kapiteln vermittelt das Buch einen ausführlichen Überblick über die Geschichte der Seitentrawler im Allgemeinen und über die „GERA“ im Speziellen. Erinnert wird ebenfalls an die Vorgeschichte der Übernahme des Rostocker Fischereimotorschiffs durch die Stadt Bremerhaven im Juni 1990. Zahlreiche historische Fotos geben Aufschluss über die Arbeit an Bord der Seitentrawler, auf denen Fischfang noch weitgehend eine manuelle Tätigkeit war. Auch vom Fischfang auf der „GERA“ werden bislang unveröffentlichte Fotos aus den 1960er und 1970er Jahren abgedruckt.

Den größten Teil des Buches nimmt die Dokumentation der aufwändigen Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeiten von Herbst 2018 bis zum Frühjahr 2019 ein. Ausführlich wird das Restaurierungs- und Erhaltungskonzept des Museumsschiffs erläutert. Eine Vielzahl von Fotos dokumentiert die Alterungsschäden an dem 60 Jahre alten Seitentrawler. Sehr anschaulich werden die ausgeführten Arbeiten im Dock der BREDO-Werft und am Liegeplatz des Museumsschiffs im „Schaufenster Fischereihafen“ anhand zahlreicher Fotos dargestellt.

Finanziert wurden die umfangreichen Arbeiten an dem Museumsschiff durch den Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF). Den EU-Mitteln ist es zu verdanken, dass die „GERA“ grundsaniert und als Museumsschiff zukunftssicher gemacht werden konnte. Anhand der Dokumentation lassen sich die Instandhaltungsmaßnahmen unter der Leitung des Historischen Museums Bremerhaven genau nachvollziehen.

Das Buch
Anja Benscheidt und Alfred Kube:
Museumsschiff FMS „GERA“.
Geschichte und Instandhaltung des letzten Seitentrawlers der Hochseefischerei
(Historisches Museum Bremerhaven, Kleine Schriften, Band 12),
Bremerhaven 2019, 128 Seiten, 148 Abbildungen
22,90 Euro. Das Buch ist an der Museumskasse und im Buchhandel erhältlich.

Für die Redaktionen:
Besprechungsexemplare können beim Historischen Museum Bremerhaven angefordert werden.

Für die Medien:
Die Autoren Dr. Anja Benscheidt und Dr. Alfred Kube präsentieren das neue Buch zum Museumsschiff FMS „GERA“ auf dem Deck des grundsanierten historischen Seitentrawlers im Schaufenster Fischereihafen.
Foto: Historisches Museum Bremerhaven

Stand: 09.07.2019

05Jun 2019

HMB aktuell 25/19

ExtraTour am 13. Juni 2019 auf dem Museumsschiff FMS „GERA“

Am Donnerstag, den 13. Juni 2019 um 15.30 Uhr findet die nächste ExtraTour statt – allerdings diesmal an einem anderen Ort: Unter dem Motto „Hochseefischerei hautnah“ können Besucher/-innen bei einer Führung mit Hedi Sonnenberg das Museumsschiff FMS „GERA“ erkunden und erfahren, wie hart die Arbeit an Bord eines Seitentrawlers war.

Das Museumsschiff FMS „GERA“ liegt im Schaufenster Fischereihafen. Die originale Ausstattung wie Netze und Geschirr, Arbeitskleidung und Einrichtung vermitteln ein anschauliches Bild vom Arbeitsalltag der Mannschaft. Hedi Sonnenberg erläutert auf dem Fangdeck die Arbeitsabläufe beim Aussetzen und Einholen des Netzes und beim Verarbeiten des Fisches. Beim Gang unter Deck betreten die Teilnehmer/-innen einen Fischladeraum, wo der frisch gefangene Fisch mit Eis gekühlt wurde. Auch die Kammern der Besatzung, die Mannschaftsmesse, der Maschinenraum und die Kombüse können besichtigt werden.

Im Rahmen der Führung ist es auch möglich, den Arbeitsplatz des Kapitäns kennenzulernen. Auf der Brücke standen ihm verschiedene nautische Geräte zur Verfügung, um das Schiff zu navigieren und Jagd auf den Fisch zu machen. Gute Fangerträge sorgten bei der gesamten Mannschaft für einen höheren Verdienst.

Die Teilnahme an der ExtraTour kostet 3 Euro zuzüglich Eintritt. Treffpunkt ist das Fangdeck auf dem Museumsschiff FMS „GERA“ im Schaufenster Fischereihafen. Die Anzahl der Teilnehmer/-innen ist begrenzt. Das Museumsschiff ist nicht barrierefrei.

Für die Medien:
Das Foto in der Anlage zeigt das Fangdeck auf dem Museumsschiff FMS „GERA“.
Foto: Historisches Museum Bremerhaven

Stand: 05.06.2019

30Apr 2019

HMB aktuell 21/19

Abschluss der Instandsetzungsarbeiten auf dem Museumsschiff FMS „GERA“

Über ein halbes Jahr lang wurde mit Hochdruck gestrahlt, geschweißt, gesägt, gebohrt, geschraubt und Farbe aufgetragen. Rechtzeitig zur traditionellen Fischparty am 27./28. April sind die Instandsetzungsarbeiten auf dem letzten deutschen Seitentrawler FMS „GERA“ nun abgeschlossen worden. Eine Zuwendung aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) und die Kofinanzierung des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen von insgesamt rund einer halben Million Euro ermöglichten die größte Restaurierungsmaßnahme in der Geschichte des Bremerhavener Museumsschiffs.

„Die „GERA“ ist ein maritimes Denkmal ersten Ranges und Kernstück des Schaufensters Fischereihafen“, begründet Senator Martin Günthner das Engagement für das Museumsschiff. „Mit dem Seitentrawler „GERA“ verbindet sich nicht nur Bremerhavener, sondern auch europäische Fischereigeschichte. Wir erhalten damit ein wichtiges Stück unserer maritimen Identität der Nachwelt“. Die „GERA“ ist das einzige städtische Museumsschiff in Bremerhaven und wird vom Historischen Museum Bremerhaven als Außenstelle im Fischereihafen betrieben.

Grundsicherung und Rekonstruktionsmaßnahmen

Die Restaurierungsmaßnahmen begannen Mitte Oktober 2018 mit der Dockung des 60 Jahre alten Seitentrawlers im Schwimmdock der Bremerhavener BREDO Dockgesellschaft. Zunächst wurde das Unterwasserschiff Hochdruck gewaschen und von Bewuchs befreit. Anschließend erhielt der komplette Rumpf bis zum Schanzkleid eine neue Konservierung und frische Farbe. Stahldickenmessungen bescheinigten dem 66 Meter langen Fischereimotorschiff eine gute Substanz.

Neben den Maßnahmen zur Grundsicherung standen die Restaurierung und Rekonstruktion des Hauptdecks im Mittelpunkt der weiteren Arbeiten. Das Steuerbord-Schanzkleid, das Schutzdeck auf der Backbordseite und sämtliche Aufbauten des Decks wurden Hochdruck gestrahlt und entrostet. Dazu musste auch die tonnenschwere Netzwinde demontiert und von Bord gehoben werden. Die Stahlbauer der Werft waren anschließend tagelang damit beschäftigt, zahlreiche Löcher zuzuschweißen sowie Wasserpforten und Stützen nachzubauen, um den Originalzustand des Fangdecks eines Seitentrawlers wieder herzustellen.

Neues Holzdeck in traditioneller Machart

Die aufwändigste Maßnahme im Rahmen der Instandsetzungsarbeiten erfolgte nach dem Werftaufenthalt am Liegeplatz der „GERA“ am Fischkai im Fischereihafen I. In fünfmonatiger Arbeit wurde auf das neu konservierte Stahldeck ein für Seitentrawler charakteristisches Holzdeck aufgebracht. In traditioneller Verlegearbeit wurden 8 cm dicke Planken aus Oregon Pine auf dem Stahldeck verlegt, verschraubt und anschließend versiegelt. Um Stützen und Decksaufbauten wurde „Laibholz“ zugeschnitten, das die Aufbauten in einem bestimmten Muster einschließt.

Dr. Alfred Kube, Direktor des Historischen Museums Bremerhaven, ist mit dem Ergebnis der Arbeiten sehr zufrieden. „Das Erscheinungsbild der „GERA“ als authentischer Seitentrawler wurde mit dieser Maßnahme auf Jahre gesichert. Die „GERA“ ist etwas Besonderes unter den Museumsschiffen. In ganz Europa gibt es keinen Seitentrawler der Großen Hochseefischerei, der mit seiner gesamten Ausrüstung im Originalzustand erhalten ist“.

Schiffsmaschinen wieder funktionsfähig

Anlässlich der Bremerhavener Fischparty bietet die „GERA“ ein umfangreiches Aktionsprogramm bei freiem Eintritt. Am Samstag, dem 27. April, findet um 15.00 Uhr eine Fischfiletier-Show auf dem Fangdeck statt. Martin Sander vom Freundeskreis FMS „GERA“ demonstriert, wie unterschiedliche Arten von Fisch fachgerecht filetiert werden.

Am Sonntag, dem 28. April, kommen auch Technikliebhaber auf ihre Kosten. Um 11.30 Uhr und um 14.00 Uhr führen Norbert Guzek und Karl-Heinz Schorling die Vater- und Sohn-Maschinenanlage in Betrieb vor. Im Rahmen der Instandhaltungsmaßnahmen wurde die defekte Kühlwasserpumpe repariert, so dass auch in Zukunft der vertraute Lärm und der charakteristische Ölgeruch im Maschinenraum erlebbar werden. Auf Fahrt soll die dennoch nicht mehr gehen, denn dafür müsste auch neue Technik auf ihr Einzug halten. Stattdessen bietet der alte Seitentrawler eine Reise in die Vergangenheit, denn auf ihm ist die Zeit vor 60 Jahren einfach stehen geblieben.

Für die Medien:
Foto: Ein neuer Holzbelag aus Oregon Pine wurde im traditionellen Stil auf dem Fangdeck verlegt. Foto: Historisches Museum Bremerhaven

Stand: 25.04.2019

18Apr 2019

HMB aktuell 19/19

Vorführungen zur Fischparty am 27. und 28. April 2019

Am letzten April-Wochenende lockt die Fischparty im Schaufenster Fischereihafen wieder mit zahlreichen Attraktionen. Auch der Freundeskreis des Museumsschiffs FMS „GERA“ ist wieder mit dabei. Am 27. und 28. April 2019 bietet er für alle Fisch- und Schiffsfans von 11 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm bei freiem Eintritt an.

Martin Sander und sein Team von der Schüttler & Seifert Seefischgroß- und -einzelhandel GmbH präsentieren am Samstag, den 27. April 2019 ab 15.00 Uhr auf dem Fangdeck eine große Auswahl an Speisefischen im Eisbett. Sie zeigen, wie Fisch richtig filetiert wird und geben Tipps zur Zubereitung von leckeren Gerichten.

Am Sonntag, den 28. April 2019 ist von 11.00 bis 13.00 und von 14.00 bis 18.00 Uhr die Brücke geöffnet. Besucher/-innen erfahren, mit welchen nautischen Geräten die „GERA“ gesteuert wurde und wie der Kapitän von seinem Jagdsitz aus den Fangbetrieb dirigierte. Maschinenfans kommen um 11.30 und um 14.00 Uhr auf ihre Kosten, wenn Norbert Guzek und Karl-Heinz Schorling die 920 und 500 PS starken Dieselmaschinen der Vater-und-Sohn-Anlage anwerfen.

Besucher/-innen können alle Bereiche der „GERA“ selbst erkunden und einen faszinierenden Einblick in die harte Arbeitswelt der Hochseefischerei erhalten. Auf dem Fangdeck, im Fischladeraum, in der Kombüse und den Kammern der Besatzung ist die Original-Ausrüstung erhalten. Ein Multimedia Guide sowie Filme und eine Datenbank mit mehr als 1500 Fischereifahrzeugen machen den Rundgang besonders spannend.

Der Eintritt auf die „GERA“ ist während der Fischparty frei. Es wird um Spenden für den Erhalt des Schiffes gebeten.

Für die Medien:
Das Foto in der Anlage zeigt Martin Sander beim Fischfiletieren an Deck des Museumsschiffs FMS „GERA“.
Foto: Historisches Museum Bremerhaven

Stand: 18.04.2019

28Mrz 2019

HMB aktuell 14/19

Bremerhavener Museumsschiff FMS „GERA“ ab 6. April wieder täglich geöffnet

Die Winterpause fiel etwas länger aus als sonst, denn sie wurde genutzt, um am letzten deutschen Seitentrawler der Großen Hochseefischerei eine Grundsanierung durchführen zu lassen. Rechtzeitig zu den Osterferien öffnet das Fischereimotorschiff „GERA“ am Fischkai im Bremerhavener Schaufenster Fischereihafen am 6. April wieder seine Gangway für Besucherinnen und Besucher. Bis zum 4. November bietet das Museumsschiff täglich von 11 bis 18 Uhr einen spannenden Einblick in die Geschichte und Arbeitswelt der Hochseefischerei.

Nicht nur optisch erstrahlt die Außenstelle des Historischen Museums Bremerhaven im Schaufenster Fischereihafen in neuem Glanz. Bei einem Werftaufenthalt wurden auch das Unterwasserschiff und zahlreiche Ballastwassertanks neu konserviert. „Einige Arbeiten befinden sich noch in der Endphase. Aber bis zur Eröffnung am 6. April dürfte alles tipptopp sein“, erläutert Museumsdirektor Dr. Alfred Kube den Stand der Instandhaltungsmaßnahmen. Am meisten fällt das neue Holzdeck im Vorschiff auf, das ein charakteristisches Merkmal der Seitentrawler ist und im traditionellen Verfahren verlegt wurde. Alle Maßnahmen wurden mit Mitteln aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds und einer Kofinanzierung des Bremer Wirtschaftssenators finanziert.

Wie immer wird der Kassen- und Aufsichtsdienst auf der „GERA“ vom Förderkreis Historisches Museum Bremerhaven e. V. organisiert und finanziert. 2019 jährt sich die Kiellegung des maritimen Oldtimers zum 60. Mal. Aus diesem Anlass veranstaltet das Museum zahlreiche Aktionen auf der „GERA“. Höhepunkte werden eine Demonstrationsshow zum fachmännischen Filetieren von Frischfisch und die Vorführung der Schiffsmaschinen während der Fischparty am 27. und 28. April sein. Darüber hinaus sind im Sommer unter anderem ein Familientag mit Mitmachaktionen und eine Veranstaltung mit frischem Bratfisch geplant. Auch in diesem Jahr erhalten alle Besucherinnen und Besucher gegen Vorlage einer „GERA“-Eintrittskarte bei Fiedlers Fischmarkt eine kostenlose Fischkostprobe.

Die Fakten:
Museumsschiff FMS „GERA“
Schaufenster Fischereihafen
Fischkai, Bremerhaven
06.04.-04.11.2019, täglich 11-18 Uhr
Kostenloser Multimedia Guide, Ausstellungen, zahlreiche Filme, Schiffsdatenbank

Für die Medien:
Im Winter 2018/2019 wurden am Museumsschiff FMS „GERA“ zahlreiche Instandsetzungsarbeiten ausgeführt. (Foto: Historisches Museum Bremerhaven)

Stand: 28.03.2019

09Nov 2018
Die Gera wird an ihren Liegeplatz im Fischereihafen I verholt.

HMB aktuell 57/18

Museumsschiff FMS „GERA“ hat wieder im Schaufenster Fischereihafen festgemacht

Blauer Himmel, klare Sicht und vor allem Windstille – bei besten meterologischen Bedingungen nahmen die beiden Schlepper „BÄR“ und „ARION“ das Bremerhavener Museumsschiff „GERA“ auf ihre Haken und bugsierten es sicher vom BREDO-Schwimmdock zurück zum angestammten Liegeplatz im Schaufenster Fischereihafen. „Eine ruhige und unaufgeregte Verholung schont die Nerven“, lachte Museumsdirektor Dr. Alfred Kube erleichert, als der alte Seitentrawler wieder am Fischkai festgemacht hatte.

Gut zwei Wochen war das Museumsschiff bei der BREDO Dockgesellschaft eingedockt gewesen. Die Finanzierung aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) hatte die Verjüngungskur des letzten Seitentrawlers möglich gemacht. „Wir haben eine lange Liste von wichtigen Reparaturen und dringlichen Sicherungsmaßnahmen abarbeiten können“, äußerte sich Kube zufrieden. „Dieses EU-Projekt sichert Bremerhaven langfristig ein wichtiges maritimes Denkmal der europäischen Fischereigeschichte“, ist sich Kube sicher.

Turnusmäßig stand im Schwimmdock die Säuberung und Konservierung des Unterwasserschiffs des 60 Jahre alten Seitentrawlers an. Hinzu kamen jedoch zahlreiche längst fällige Stahlarbeiten wie die Stabilisierung des Fundaments der 13 Tonnen schweren Fischnetzwinde und die Ausbesserung mehrerer Stützen, Trittbleche und Streben im Bereich des Hauptdecks. Als Sicherheits relevante Maßnahmen wurden einige Ballastwassertanks entrostet und mit einem Spezialmittel konserviert. Als letztes großes Bauprojekt steht nun in den nächsten Monaten die Rekonstruktion des Holzbelags des über 200 Quadratmeter großen Fangdecks an.

Für die Medien:
Die „GERA“ hat den Fischkai im Schaufenster Fischereihafen erreicht.
Foto: Historisches Museum Bremerhaven

Stand: 09.11.2018

06Nov 2018

HMB aktuell 55/18

Museumsschiff FMS „GERA“ wird auf die Verholung vorbereitet

Wochenend- und Nachtarbeit gehören nun zum Alltag: Auf dem Museumsschiff FMS „GERA“ laufen die letzten Arbeiten vor dem Ausdocken bei der Bremerhavener BREDO Dockgesellschaft auf Hochtouren. „Wir kommen früher aus dem Dock als erwartet“, freut sich Museumsdirektor Dr. Alfred Kube „Das spart Geld, und wir können zeitiger mit den restlichen Arbeiten am Liegeplatz beginnen“.

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01Nov 2018

HMB aktuell 53/18

Sanierungsarbeiten am Museumsschiff FMS „GERA“ laufen auf Hochtouren

Der Rumpf war nach dem Eindocken noch nicht trocken, da begannen bereits die Arbeiten bei der BREDO Dock GmbH im Fischereihafen mit dem Hochdruck waschen, um den Bewuchs am Unterwasserschiff des Seitentrawlers „GERA“ zu entfernen. Dicht an dicht bevölkerten tausende Seepocken, Miesmuscheln und sogar Austern das Museumsschiff unterhalb der Wasserlinie. Selbst die Schiffsschraube war übersät. „Alle sechs bis sieben Jahre muss dieser Bewuchs runter, sonst kann es an die Substanz des Stahls gehen. Und das wäre katastrophal“, erläutert Museumsdirektor Dr. Alfred Kube die Maßnahme im Rahmen des EU-Programms des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF). „Das Brackwasser des Hafens ist leider ein perfekter Nährboden für diese ungebetenen Gäste“.

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25Okt 2018

HMB aktuell 52/18

Heftige Böen erschwerten die Überfahrt des Museumsschiffs „GERA“

„Das war die bislang kniffligste Überführung“, resümierte Museumsdirektor Dr. Alfred Kube die vierte Fahrt des Museumsschiffs FMS „GERA“ ins Trockendock der Bremerhavener BREDO Dockgesellschaft. Ursprünglich war die Überführung des Museumsschiffs für Mittwoch geplant. Windstärken bis 7 veranlassten jedoch die BREDO, die Dockung aufzuschieben. Auch am Donnertag stand das Verholmanöver auf der Kippe.

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19Okt 2018

Vorbereitungsmaßnahmen für die Dockung laufen auf Hochtouren

Am Sonntag, den 14. Oktober 2018 endete die Besuchersaison auf dem Bremerhavener Museumsschiff FMS „GERA“ mit einer sehr gut besuchten Bratfischaktion. Der letzte Seitentrawler der Großen Hochseefischerei präsentierte sich dabei in gewohntem, authentischen Erscheinungsbild mit Netzgeschirr, Scherbrettern und allem, was dazu gehört, um auf Fangreise zu gehen.

Seitdem ist auf dem Museumsschiff im „Schaufenster Fischereihafen“ nichts mehr wie es war. Alle originalen Ausrüstungsteile wurden entfernt, eine Holzbaufirma löste die Holzplanken auf dem 200 Quadratmeter großen Fangdeck, ein Schwerlastkran hob das Netzgeschirr und die Tonnen schweren, eisernen Scherbretter, die beim Fischen die Netzöffnung auseinanderhalten, von Bord.

„Wir bereiten das Schiff mit Hochdruck auf die Dockung bei der BREDO Dockgesellschaft vor“, erläutert Dr. Alfred Kube, Direktor des Historischen Museums Bremerhaven, die umfangreichen Maßnahmen. „Im Dock wird das Stahldeck, das sich unter dem Holzbelag befindet, Hochdruck gewaschen und konserviert. Daher müssen das Holz entfernt und alle beweglichen Teile von Deck geschafft werden“. Als weitere Maßnahme steht unter anderem im Schwimmdock im Fischereihafen die Reinigung und Konservierung des Schiffsrumpfs an. „Bisher läuft alles nach Plan. Wir erwarten im schiffbaulichen Bereich keine Komplikationen. Aufgrund unserer ständigen Erhaltungsmaßnahmen hat die „GERA“ eine gute Substanz“, versichert Kube.

Die Instandsetzungsarbeiten werden sich voraussichtlich bis ins Frühjahr 2019 hinziehen. Bis zum Beginn der Besuchersaison ab dem 6. April 2019 sollen die Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen sein. Sie werden finanziert aus Mitteln des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) der Europäischen Union. Als Termin für die Überführung des Seitentrawlers „GERA“ ins BREDO-Dock ist Mittwoch, der 24. Oktober 2019 ab 8 Uhr vorgesehen. Hinter dem Termin steht jedoch noch ein kleines Fragezeichen, das der Wettergott gesetzt hat. Sollte der für Mittwoch angekündigte Sturm an der Küste eintreffen, verschiebt sich die Überführungsfahrt auf Donnerstag. Die Entscheidung hierüber fällt am Montag.

Für die Medien:
Die Holzplanken des Fangdecks sind bereits weitgehend gelöst worden.
Foto: Historisches Museum Bremerhaven

Stand: 19.10.2018