Nachkriegszeit

Fischdampfer ALEMANNIA Der Zweite Weltkrieg bewirkte einen tiefen Einschnitt in der deutschen Hochseefischerei. Nach Kriegsende standen nur noch 58 Schiffe für den Fischfang zur Verfügung. Zunächst durften in Deutschland keine neuen Hochseefischereifahrzeuge gebaut werden. Erst 1949 wurden durch das „Petersberger Abkommen“ diese Baubeschränkungen aufgehoben. Anfang der 1950er Jahre verfügte die deutsche Hochseefischerei über eine der modernsten Flotten in Europa. Als technische Neuerungen wurden auf den Seitentrawlern Dieselmotoren als Antriebsanlagen sowie Fischmehlanlagen eingeführt.

Eine tief greifende Neuerung in der Hochseefischerei war ab 1957 die Einführung von Hecktrawlern. Auf diesem Schiffstyp wird das Schleppnetz nicht mehr über das seitliche Schanzkleid eingeholt, sondern über eine Heckaufschleppe. Ein weiteres Charakteristikum der Hecktrawler ist der Einsatz von Frost- und Tiefkühlanlagen. Im Zeitraum zwischen 1957 und 1965 wurden insgesamt 82 Hecktrawler in Deutschland gebaut.

Durch den Rückgang der Fischbestände, aber auch durch die Einführung von Fischereigrenzen durch Island und Norwegen, war die deutsche Hochseefischerei in der Nachkriegszeit zur Fernfischerei gezwungen. Hierfür boten die Hecktrawler die idealen Voraussetzungen.

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