Die 'GERA' nach dem Dockaufenthalt bei ihrer Ankunft an ihrem Liegeplatz im Schaufenster Fischereihafen

Umfangreiche Konservierungsarbeiten beim Dockaufenthalt des Museums-Oldtimers

Der Ausflug ins BREDO-Dock dauerte länger als veranschlagt. “Bei einem Museumsschiff lässt sich nie genau voraussagen, was einen im Trockendock erwartet”, resümiert der Direktor des Historischen Museums Bremerhaven, Dr. Alfred Kube, den Dockaufenthalt des letzten deutschen Seitentrawlers der Großen Hochseefischerei. “Aber ich bin froh, dass es in Bremerhaven noch immer eine hohe schiffbauliche Kompetenz gibt.”

Routinemäßig waren bei dem Fischereimotorschiff eigentlich nur Konservierungsarbeiten am Schiffsrumpf vorgesehen. Nach dem Hochdruckwaschen offenbarte sich allerdings direkt oberhalb des Kiels eine undichte Stelle, aus der Flüssigkeit sickerte. Museumsrestauratorin Lena Lang machte sich mit den Mitarbeitern der BREDO im Schiffsrumpf auf die Suche nach der Leckage. Bei der Kontrolle ehemaliger Brennstofftanks wurde sie fündig: “In einem schlecht zugänglichen Tank ist an einer Stelle der Stahl durchgerostet”, lautet ihr Befund.

Aus dem auf sechs Tage veranschlagten Dockaufenthalt wurden daher zehn Tage, da sich Museum und Werft darauf verständigten, sicherheitshalber alle ehemaligen Brennstofftanks zu konservieren und mit Zementschlämme auszukleiden. “Zukünftig werden uns solche Überraschungen erspart bleiben”, ist sich Lena Lang sicher. “Dennoch muss man sich im Klaren sein, dass ein altes Museumsschiff stets höchste restauratorische Aufmerksamkeit erfordert.” Damit auch andere Restauratorenkollegen von ihren Erfahrungen mit dem Bremerhavener Museumsschiff profitieren, wird sie in Kürze in einer Fachzeitschrift einen Beitrag über die Dockung der „GERA“ veröffentlichen. Denn jedes Museumsschiff braucht von Zeit zu Zeit eine Frischzellenkur.

Für die Medien:
Im Anhang finden Sie ein Foto, das die „GERA“ nach dem Dockaufenthalt bei ihrer Ankunft an ihrem Liegeplatz im Schaufenster Fischereihafen zeigt.

Stand: 20.12.2011